Warum steigt der Preis für die Kryptowährung Ethereum so rasant

Ethereum erreicht Rekordkurse: Woran liegt der steile Anstieg der digitalen Währung?

Am 13. März erreichte die Marktkapitalisierung der in Ethereum verwendeten Kryptowährung Ether mit 2,74 Milliarden US-Dollar ihr bisheriges Hoch. Seitdem das System im Jahr 2015 online ging, stieg der ursprüngliche Preis der Währungseinheiten enorm an. 

Gemäß der Marktlogik des Minings von virtuellen Währungen basiert auch hier der Wert vor allem auf der Regel von Angebot und Nachfrage – mit dem Rechenaufwand, der für die Erschaffung und die Transaktionen der Währungen nötig ist, steigt auch entsprechend der Preis.

 

 

Sicherheit und günstige Preise gehen nicht immer Hand in Hand

Ethereum ist eine der zahlreichen Antworten auf die häufig lautwerdenden Kritikpunkte am etablierten und nach wie vor attraktiven Kryptowährungsvorreiter Bitcoin. Tatsächlich verfügt das System Ethereum über vergleichsweise weitreichendere Funktionen und Flexibilität. Wohlgemerkt argumentieren Bitcoin-Experten wie beispielsweise Charlie Lee, dass ein System seine Dienstleistungen nicht günstig, flexibel und effizient anbieten kann, ohne dass damit auch Einbuße in dessen Sicherheit einhergehen würden.

Erst im Juni 2016 ereignete sich ein Zwischenfall, der diese Sicherheitsproblematik eindrucksvoll und schwerwiegend als durchaus reale Hürde aufzeigte. Ein bis heute unbekannt gebliebener Nutzer zerstörte durch die Ausnutzung eines Fehlers im Smart Contract 3,6 Millionen Ether, die einen damaligen Gegenwert von umgerechnet 65 Millionen Euro besaßen. Als Resultat dieser gigantischen Spanne fand ein sogenannter „hard fork“ statt, eine Spaltung beziehungsweise Abspaltung. Die Ethereum-Entwickler änderten das Protokoll ihres Systems dahingehend, dass der schwerwiegende Schaden rückgängig gemacht werden konnte – die fast vier Millionen Ether waren anschließend wieder verfügbar – auf Kosten der Einheitlichkeit des Gesamtsystems. Es entstand eine Ethereum Classic (ETC) benannte Variante, die von den Entwicklern nicht weitergehend unterstützt wurde.

Effizienzprobleme bei Bitcoin zog User zu Ethereum

Mit der voranschreitenden Überfüllung der Bitcoin-Blockchain, aus der sich in den vergangenen Monaten zu Spitzenzeiten bei Transaktionen Verzögerungen von bis zu 48 Stunden ergaben, suchten User des altbewährten Systems vermehrt nach Alternativen. Offenkundig zog es dabei viele Suchende zu Ethereum. Mit den steigenden Ansprüchen wurden weitere Entwickler ins Boot geholt, die den Ausbau von Ethereum unterstützten. Mittlerweile umfasst das entsprechende Team zahlenmäßig mehr beteiligte Mitarbeiter, als das von Bitcoin.

Laut Hudson Jameson, Entwickler bei Ethereum und Blockchain-Experte, sind an der kontinuierlichen Entwicklung und Wartung von Ethereum bis dato 60 Freiwillige oder Angestellte beschäftigt. 50 von diesen Personen widmen sich ausschließlich der Entwicklung. Auch wenn dieser Zahl die insgesamt 416 an Bitcoin beteiligten Menschen gegenüberstehen, betont Jameson, dass die Anzahl der Core-Entwickler bei Ethereum dennoch wesentlich höher sei.

John Lilic, Mitglied von ConsenSys, einem Unternehmen, welches dezentrale Software-Lösungen für Ethereum bezogene Schnittstellen produziert, tweetete kürzlich ebenfalls eine markante Nachricht. Dieser zufolge spräche die Tatsache, dass sich Ether im Gegenwert von 2 Millionen US-Dollar in weniger als 60 Sekunden transferieren ließen, ohne dass dabei Gebühren entstünden die höher als 1 Cent seien, vor dem Hintergrund des diversifizierten Altcoin-Marktes ein bemerkenswert starkes Argument für die Nutzung von bzw. Migration zu Ethereum seien.

Transaktionsgebühren bei Bitcoin sind vergleichsweise hoch

Bitcoin benutzt einen anderen Algorithmus für die Berechnung der Transaktionen als Ethereum. Bei erstgenanntem Anbieter hängt die Höhe der Gebühr in großem Maße von der Höhe der zu transferierenden Summe der Kryptowährung ab. Bei Ethereum sind die Gebühren weitestgehend konstant und demzufolge gering. Dieser Attraktor funktioniert laut Expertenmeinungen jedoch nur so lange, bis auch bei Ethereum die Zahl der Nutzer und Transaktionen bedeutend ansteigt – und tatsächlich ist der eingangs erwähnte Wachstumstrend bei dem vorliegenden System ein Indikator dafür, dass möglicherweise nicht mehr sehr viel Zeit vergehen wird, bis die Entwickler eine entsprechende preiserhöhende Anpassung vornehmen müssen, um die Aushängeschilder ihres Systems – Effizienz, Flexibilität und Sicherheit – weiterhin zu gewährleisten. Gleichbedeutend mit diesem Wachstum ist letztlich auch der Anstieg des Preises der Kryptowährung Ether.

Quelle: https://cointelegraph.com/news/low-fees-flexible-network-limits-why-ethereum-price-is-surging

 

 

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